Google Home Lautsprecher

Google Home Lautsprecher

✓ Was uns gefällt

  • 🟢 Super einfache Ersteinrichtung
  • 🟢 Schlichtes und elegantes Design
  • 🟢 Native Matter-Integration
  • 🟢 Verkaufspreis

✕ Was uns nicht gefällt

  • 🔴 Berührungsempfindlichkeit zu hoch
  • 🔴 Nachtlicht zu hell
  • 🔴 Schwacher Bass
  • 🔴 Google verkauft in der Schweiz nur langweilige Farben.

Ein neuer vernetzter Lautsprecher von Google ist da! Mit dem neuen Google Home Speaker hat das Unternehmen aus Mountain View beschlossen, die Marke Nest für diese Produktkategorie endgültig einzustellen – ein Schritt, der uns zugegebenermaßen zunächst etwas verwirrt hat, da sie diese Marke weiterhin für Sicherheitskameras verwenden – und den Namen wiederzubeleben, mit dem alles im Jahr 2016 begann.

Das Ziel ist klar: eine kompakte und erschwingliche Smart-Home-Zentrale zu schaffen, die nicht nur als Lautsprecher vordefinierte Befehle ausführt, sondern die Sprachfunktionen von Gemini eindrucksvoll präsentiert. Dieses Debüt ist von großer Bedeutung, denn obwohl es die ästhetische DNA älterer Modelle beibehält, wurde es nach einer völlig neuen Philosophie entwickelt, die den Fokus vom reinen Musikhören auf die direkte Konversation verlagert.


Eine Border-Router-Seele

Unter dem Stoffbezug des Google Home Speakers verbirgt sich ein technisches Paket, das Googles Investition sofort erkennen lässt. Für den Klang sorgt ein einzelner 58-mm-Breitbandtreiber, der eine 360-Grad-Klangverteilung verspricht – eine Hardware-Wahl, die theoretisch für gleichmäßigen Schalldruck im gesamten Raum sorgen sollte. In puncto drahtloser Verbindung unterstützt er Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4. Das eigentliche Highlight für Technikbegeisterte ist jedoch die Integration eines nativen Thread-Routers mit voller Matter-Unterstützung. Dies ist ein Schlüsselfaktor für alle, die ein umfassendes Smart Home einrichten möchten, ohne auf proprietäre Hubs von Drittanbietern zurückgreifen zu müssen. So kann der Lautsprecher als direkte Brücke zur Cloud für Sensoren, Glühbirnen und smarte Türschlösser der neuesten Generation fungieren.

Das Herzstück des Geräts bildet ein eigener Chip für maschinelles Lernen. Dieser verarbeitet häufige Befehle direkt auf dem Gerät, ohne ständig Datenpakete an entfernte Server senden zu müssen. Dadurch werden die Reaktionszeiten im Vergleich zu früheren Geräten drastisch reduziert. Ein Beispiel dafür ist das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung: Zwar nicht sofort, aber dennoch extrem schnell. Die Stromversorgung erfolgt über einen USB-C-Anschluss an der Unterseite. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Das Kabel ist direkt im Lautsprechergehäuse integriert und nicht im Netzteil. Wer also ein längeres Kabel benötigt, muss auf ein Verlängerungskabel zurückgreifen.

Diese Farbe gibt es in der Schweiz nicht 😣

Kugelartige Ästhetik und unsichtbare Steuerung

Rein ästhetisch betrachtet, wirkt der Google Home Speaker wie eine Mischung aus einem überdimensionierten Nest Mini und einem mit Stoff überzogenen Ball. Über ein Drittel des Stoffes besteht aus recycelten Materialien und wird in einem dreidimensionalen Strickverfahren hergestellt. Mit seinen extrem kompakten Abmessungen von etwa zehn Zentimetern Durchmesser und acht Zentimetern Höhe passt er perfekt auf ein Regal oder die Küchenarbeitsplatte, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Das schlichte Design setzt sich an der Oberseite fort: Die kapazitiven Bedienelemente für Lautstärke und Musikwiedergabe sind komplett unsichtbar und werden erst durch kleine weiße LEDs sichtbar, die beim Berühren der Oberfläche durch den Stoff hindurchscheinen.

Schau genau hin, die LEDs sind da…

Wir müssen sagen, dass dieser minimalistische Ansatz sehr elegant ist, doch die Empfindlichkeit ist so hoch, dass wir die Lautstärke mehr als einmal versehentlich auf Maximum gestellt haben, nur weil wir den Lautsprecher angehoben haben, um ihn zu bewegen. Auf dem Kunststoffsockel befindet sich ein dynamischer LED-Ring, der die alten Punkte an der Vorderseite ersetzt und seine Farbe je nach Status des Sprachassistenten ändert: Er leuchtet weiß, wenn er zuhört, in Violett- und Blautönen, während er Ihre Gedanken verarbeitet, und orange, wenn Sie den physischen Schalter auf der Rückseite betätigen, um die drei Fernfeldmikrofone stummzuschalten.

Zwillinge im Wohnzimmer

Nach dem Anschließen verlief die Einrichtung, wie für das Mountain View-Ökosystem typisch, unglaublich einfach und unkompliziert. In weniger als fünf Minuten war alles erledigt: Einfach mit der Google Home App einen QR-Code scannen, um Netzwerk und Musikstreaming-Dienste zu synchronisieren – ganz ohne Passworteingabe. Der eigentliche Star des Praxistests war natürlich Gemini für Zuhause. Er ersetzt den alten Google Assistant und überzeugt sofort mit deutlich mehr Flexibilität in der Konversation. Selbst wenn man mitten im Satz ins Stocken gerät oder sich den Namen der Glühbirne, die man einschalten möchte, überlegt, versteht er die Befehle. Man kann ihn problemlos bitten, drei verschiedene Zutaten auf einmal zur Einkaufsliste hinzuzufügen oder ihm komplexe Fragen zu Videospielstrategien stellen und erhält detaillierte und präzise Antworten, die den Kontext vorheriger Nachrichten berücksichtigen.

Wer sich für das Premium-Abo entscheidet und die monatliche Gebühr zahlt, schaltet auch den Gemini Live-Modus frei. Dieser eignet sich hervorragend für Brainstorming oder lockere Gespräche. Die erweiterten Funktionen, insbesondere die Videobeschreibung von Überwachungskameras, erfordern jedoch das teurere Abo. In der Vergangenheit gab es einige KI-Probleme, beispielsweise als der Hub den Zugriff auf Home Assistant verweigerte – eine Behauptung, die er sofort widerlegte, nachdem ich ihn darauf hingewiesen hatte, dass der Zugriff über eine API erfolgt. Rein akustisch betrachtet, erfüllt der Lautsprecher seinen Zweck beim gelegentlichen Musikhören während des Putzens oder Kochens. Die Mitten und Stimmen klingen klar, aber Wunder sind nicht zu erwarten: Der Bass ist zwar beim Antippen des Gehäuses hörbar, aber es fehlt ihm an Tiefe und raumfüllendem Volumen. Die Betonung der Mitten erzeugt einen leichten Pappröhren-Effekt, der die Becken bei zu hoher Lautstärke leicht knistern lässt. Kurz gesagt: Er ist kein Google Nest Audio.

Er hört dir also nicht zu... aber was bringt das schon?

Gefällt es uns?

Der Google Home Speaker ist ein solides Produkt, das sein Ziel, generative künstliche Intelligenz ins Zuhause zu bringen, für 99 CHF erreicht. Dieser Preis ist unserer Meinung nach angesichts der Verarbeitungsqualität und der integrierten Netzwerktechnologien gerechtfertigt. Es handelt sich eindeutig nicht um einen Lautsprecher für eingefleischte Audiophile, sondern vielmehr um eine smarte Steuerzentrale, die lokale Befehle blitzschnell verarbeitet und die Flexibilität von Gemini optimal nutzt. Zugegeben, es ist etwas überraschend, dass Google einige seiner interessantesten Softwarefunktionen hinter einem monatlichen Abonnement versteckt, aber auch ohne zusätzliche Kosten ist die tägliche Nutzererfahrung ein deutlicher Fortschritt. Diese neue Richtung lässt uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, und wir sind sehr gespannt, was Google in Mountain View entwickeln wird, wenn sie diese dialogorientierte Philosophie auf Geräte mit Displays anwenden.

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Dave

Chefredakteur von Joypad, Sie finden ihn auch in sozialen Netzwerken @MrPipistro

Artikel: 4881

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