Wir haben für euch eine Vorschau auf die nächste exklusive Veröffentlichung getestet, die demnächst erscheint auf Nintendo Switch 2 (NSW2) am 21. Mai 2026. Während unserer zweistündigen Demo tauchten wir in die ersten Momente der Spielwelt ein, die im Wesentlichen von den Geschichten von Enzo geprägt ist, einer sprechenden Enzyklopädie, die die Abenteuer der verschiedenen Charaktere seiner Welt erzählt. Wir konnten daher das erste Kapitel und teilweise einige Level des vierten Kapitels testen.
Ein Yoshi-Spiel, das eine “originelle” künstlerische Richtung vorschlägt”
Die ersten beiden Trailer wurden vom Publikum mit einer Mischung aus Nostalgie und Neugier aufgenommen. Online begrüßten viele Fans den Film begeistert. die Rückkehr zu einer Ästhetik, die den Handzeichnungen von Yoshi's Island, was als Nintendos Wunsch interpretiert wird, zu den künstlerischeren Wurzeln der Serie zurückzukehren (nach den Zwischenspielen mit Wolle und Pappe).In sozialen Medien und Fachforen gibt es jedoch Zweifel an der Levelstruktur: Zwar scheinen die vertikale Erkundung und das Seitensystem die Rechenleistung der neuen Konsole gut zu nutzen, um die Tiefenschärfe zu steuern, doch einige Mitglieder der Community befürchten, dass zu viel Backtracking das für die Reihe typische, entspannte Spieltempo bremsen könnte. Die Vorfreude darauf, wie sich die Leistung von NSW2 auf die Interaktivität der Umgebungen auswirkt, ist groß, und viele hoffen auf realistische Physik, die über die reine Ästhetik hinausgeht. Unser kurzer Anspieltest ergab, dass das Spiel in 4K flüssig lief.

Die Gegner, die bereits in den bisher veröffentlichten Trailern zu sehen waren, sind allesamt gut charakterisiert und stammen größtenteils aus Yoshis Welt. Beispiele hierfür sind die Blume in den ersten Levels oder der kultige Shy Guy, dem wir am Ende jedes Levels (in dem er die Hauptrolle spielt) nach Belieben Spitznamen geben konnten. Was uns am meisten beeindruckt hat und worauf wir im Test genauer eingehen werden, ist die buchartige Erkundung. Der Spieler ist nicht darauf beschränkt, sich horizontal von Punkt A nach Punkt B zu bewegen, sondern erkundet ein Level, das auf mehreren vertikalen Ebenen organisiert ist. Dabei muss Yoshi sozusagen Ereignisse mit dem jeweiligen Gegner (oder Begleiter) freischalten. Neben den klassischen Sammelobjekten muss der Spieler also, wie bereits erwähnt, während der Erkundung neue Seiten von Enzo freischalten. Beim ersten Durchspielen lassen sich nicht mehr alle Geheimnisse eines Levels entdecken. Das führt zwar zwangsläufig zu einigen Rückwegen, ist aber nicht unbedingt negativ zu bewerten. Es ist noch nicht ganz klar, wie das Zurückkehren in Enzos Kapiteln gehandhabt wird. Doch schon jetzt fällt auf, dass viele der Entdeckungen raffiniert und durchdacht platziert sind und die hohe Qualität des Jump'n'Run-Leveldesigns widerspiegeln, die wir von Nintendo gewohnt sind. Was uns aber wirklich überrascht hat, ist die schiere Anzahl an Geheimnissen (selbst in den einfachsten frühen Levels). Das wirkt umso überzeugender im Hinblick auf die Langzeitmotivation und die Qualität des Designs, das deutlich tiefgründiger erscheint, als die ersten Trailer vermuten ließen.






