Roborock Saros 20X
✓ Was uns gefällt
- 🟢 Höhe auf 79,5 mm reduziert
- 🟢 Schwellenwerte um bis zu 8,8 cm überschritten
- 🟢 Schnelle und präzise Hausvermessung
- 🟢 Wischmoppwäsche bei 100°C
✕ Was uns nicht gefällt
- 🔴 Der Mopp trocknet ziemlich laut
- 🔴 Die Vokalaussprache ist noch immer ungenau
- 🔴 Für Besitzer eines 10R ist das Upgrade kaum spürbar.
- 🔴 Dünne Kabel sind nach wie vor schwierig zu handhaben.
Wir dachten, Roborock hätte mit dem Saros 10R bereits alles zum Thema “flache” Navigation gesagt. Wir haben uns geirrt. Auf der CES 2026 legte das Unternehmen mit der Präsentation des neuen Saros 20X die Messlatte noch einmal höher, und heute können wir Ihnen davon berichten!

Es ist keine ästhetische Revolution – das Design bleibt das elegante, klare, das wir so schätzen –, aber unter der Haube verbirgt sich eine technische Weiterentwicklung, die die verbleibenden physikalischen Einschränkungen beheben soll, die Roboter in vielen modernen Haushalten noch immer behindern. Wenn uns der 10R mit seiner Fähigkeit, überall Platz zu finden, überzeugt hat, verspricht der 20X, diese Agilität um eine Kletterfähigkeit zu erweitern, die wir bei Haushaltsgeräten noch nie zuvor gesehen haben.

Er steht auf!
Die größte Stärke des Saros 20X ist nach wie vor sein extrem niedriges Profil: Mit nur 79,5 mm Höhe kann er Bereiche erreichen, in denen Konkurrenzprodukte mit herkömmlichen Lasertürmen an ihre Grenzen stoßen. Anstelle des rotierenden mechanischen LiDAR-Systems verfügt er über das StarSight Autonomous System 2.0, eine Navigationsplattform mit einer (laut Roborock) 21-mal höheren Abtastrate als herkömmliche LDS-Systeme. Dies ermöglicht eine extrem schnelle Kartierung von Umgebungen und eine Bilderkennung von über 300 verschiedenen Hindernistypen.

Das wirklich faszinierende neue Hardware-Feature ist das AdaptiLift-Chassis 3.0. Roborock hat einen speziellen Kletterarm und ein dynamisches Hebesystem für die Haupt- und Hilfsräder entwickelt, mit dem der Roboter doppelte Schwellen bis zu einer Gesamthöhe von 8,8 cm (genauer gesagt 4,5 + 4,3 cm) überwinden kann. Diese Spezifikation verdoppelt die Leistung der Vorgängergeneration und eröffnet neue Möglichkeiten für alle, die mit großen Höhenunterschieden in Räumen, insbesondere dicken Teppichen, zu kämpfen haben oder den Roboter nicht manuell umpositionieren möchten.

Flaches Design
Ästhetisch behält der Roboter die Sauberkeit der Saros-Modelle bei und verzichtet – wie beim 10R – auf den oberen Turm für ein moderneres und funktionaleres Design. Das eigentliche Highlight ist jedoch das neue RockDock. Die Ladestation verfügt nun über ein integriertes Wischmopp-Waschsystem mit bis zu 100 °C heißem Wasser. Dieses nahezu kochende Wasser sorgt für eine gründliche Sterilisation der Tücher, löst Fett und tötet Bakterien deutlich effektiver ab als Vorgängermodelle. Und selbst nach mehrtägiger Standzeit riecht das Wasser im Abwassertank deutlich weniger unangenehm als üblich.

Zusätzlich zum Wischen übernimmt die Ladestation auch das Trocknen des Wischmopps mit 55 °C heißer Luft und die automatische Staubentleerung. Der Staubbeutel hält bis zu 65 Tage, bevor er geleert werden muss. Das Saugsystem arbeitet weiterhin mit den DuoDivide-Doppelbürsten, die Schmutz effektiv aufnehmen und gleichzeitig das Verheddern von Haaren minimieren.

Mein Haus reinigen
Beim Praxistest fiel uns als Erstes die Geschwindigkeit der ersten Kartierung auf: Der StarSight 2.0 erkennt die Raumaufteilung im Handumdrehen. Sobald die Reinigung beginnt, bewegt sich der Roboter souverän und meistert den Raum mit einer beruhigenden Präzision. Er umfährt Hindernisse mit höchster Genauigkeit und wirkt selbst in komplexen Umgebungen nie orientierungslos.

Allerdings ist nicht alles perfekt. Uns fiel auf, dass der Trocknungszyklus des RockDock besonders laut ist – wahrscheinlich der lauteste aller Saugroboter, die wir bisher getestet haben. Im normalen Alltag stört das Geräusch nicht, aber in einem ruhigen Raum ist es definitiv hörbar. Auch die Software, insbesondere der Sprachassistent “Hello Rocky”, sorgt weiterhin für sprachliche Kuriositäten: Trotz Updates spricht er das Wort “Staub” immer noch deutlich falsch aus, was uns zwar erneut zum Schmunzeln brachte, aber gleichzeitig die noch verbesserungsbedürftige Lokalisierungsfähigkeit unterstreicht. Zudem bleiben dünne, flache Stromkabel trotz der Erkennung von 300 Hindernissen ein hartnäckiges Problem, das man am besten vor der Benutzung entfernt.

Schlussfolgerungen
Der Roborock Saros 20X ist zweifellos ein High-End-Gerät, das die Marktführerschaft der Marke im Bereich der Navigationssysteme für extrem flache Oberflächen festigt. Seine Fähigkeit, Hindernisse bis zu 8,8 cm Höhe zu überwinden, ist ein entscheidender Vorteil für alle, die in Häusern mit mehreren Ebenen oder hohen Schwellen wohnen.

Wenn Sie auf der Suche nach neuester Technologie sind oder unebene Oberflächen bewältigen müssen, an denen andere Roboter scheitern, ist der Saros 20X die richtige Wahl. Besitzen Sie jedoch bereits einen Saros 10R, scheinen die neuen Funktionen zwar interessant, aber nicht revolutionär genug, um ein sofortiges Upgrade zu rechtfertigen. Es handelt sich um eine solide Weiterentwicklung, aber nicht um eine Revolution im Vergleich zur Vorgängergeneration.

