Roborock Qrevo S Pro

Roborock Qrevo S Pro

✓ Was uns gefällt

  • 🟢 Präzise und reibungslose Navigation
  • 🟢 Heißmoppreinigung
  • 🟢 Karte über App verwaltbar
  • 🟢 Wettbewerbsfähiger Preis

✕ Was uns nicht gefällt

  • 🔴 Kein automatischer Seifenspender
  • 🔴 Nicht einziehbarer LiDAR-Turm
  • 🔴 Teppichstaubsaugen nur ausreichend
  • 🔴 Billig wirkende Kunststoffe

Es ist wieder soweit: Roborock überschwemmt den Markt mit einer neuen Variante seiner Qrevo-Serie und versucht, jeden einzelnen Quadratzentimeter des Mittelklasse-Segments zu besetzen, das mittlerweile atemberaubende Leistungen bietet.

Auf den ersten Blick müssen wir zugeben, dass sich diese Roboter alle etwas zu ähnlich sehen. Andererseits, bei so vielen Modellen, die jedes Jahr auf den Markt kommen, beschleicht einen ständig ein Gefühl von Déjà-vu (aber solange sie gut reinigen, wollen wir uns nicht groß beschweren). Der Qrevo S Pro positioniert sich als sinnvolles Upgrade des Basismodells und konzentriert sich ganz auf eine fortschrittlichere Servicestation sowie kleine, aber bedeutende technische Verbesserungen, die den Listenpreis von rund 550 CHF rechtfertigen sollen. Die Philosophie der chinesischen Marke bleibt bestehen: ein solides Technologiepaket anzubieten, ohne den überflüssigen Schnickschnack von Flaggschiffmodellen, aber mit allem, was für die tägliche Reinigung nötig ist, ohne dass man ständig Hilfe rufen muss.

Die Spezifikationen des kleinen Biests

Unter der Haube des Qrevo S Pro steckt eine Saugleistung von 18.500 Pa – ein Wert, der ihn auf dem Papier mit den Branchenriesen konkurrieren lässt (wobei, wie wir sehen werden, eine hohe Pascal-Zahl nicht immer für makellos saubere Teppiche sorgt). Das Reinigungssystem arbeitet mit zwei rotierenden Mopps, die sich mit 200 Umdrehungen pro Minute drehen und sich um 10 mm anheben, sobald der Sensor einen Teppich erkennt. So wird verhindert, dass die empfindlichen Fasern Ihres Harry-Potter-Teppichs durchnässt werden.

Die Navigation erfolgt über den klassischen LiDAR-Turm, der auch bei völliger Dunkelheit eine schnelle und präzise Kartierung gewährleistet. Der 5.200-mAh-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu 180 Minuten (mehr als ausreichend für die Reinigung einer Villa oder einer großen Schweizer Wohnung). Die Multifunktionsstation übernimmt das Entleeren des Staubbehälters, das Befüllen des 80-ml-Innentanks und – besonders wichtig – das Waschen der Wischmopps mit 75 °C heißem Wasser, gefolgt von der Heißlufttrocknung bei 45 °C, um die Bildung unerwünschter Bakterienkolonien zu verhindern.

Roborock Design

Aus ästhetischer Sicht revolutioniert der Roboter nichts: Er hat die klassische runde Form und besteht fast vollständig aus Kunststoff, was sich im Vergleich zu einigen höherwertigen Konkurrenzprodukten etwas billig anfühlen mag, sich in der Praxis aber als robust und stoßfest erweist (schließlich muss er Böden reinigen und nicht auf einem Modenschauplatz laufen).

Die Dockingstation besticht durch ihr dezentes und schlankes Design und fügt sich harmonischer in die Einrichtung ein als einige der größeren Vorgängermodelle. Oben befinden sich die 4-Liter-Frischwassertanks und die 3,5-Liter-Schmutzwassertanks, die dank komfortabler, integrierter Griffe leicht zugänglich sind. Wir waren jedoch etwas enttäuscht, dass die Dockingstation trotz des „Pro“-Zusatzes keinen automatischen Reinigungsmittelspender besitzt. Dadurch müssen wir beim Nachfüllen des Tanks etwas bewusster mit Chemikalien umgehen (ein Mangel, der sich im Jahr 2026 zunehmend unangenehm anfühlt). Außerdem lässt sich der fest installierte LiDAR-Turm nicht wie bei höherwertigen Modellen absenken, wodurch die Gesamthöhe 96,5 mm beträgt. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Möbel genügend Platz bieten, damit der Turm problemlos hindurchfahren kann.

Bodenprobe

Im praktischen Einsatz überzeugt der Qrevo S Pro, insbesondere auf Hartböden. Dank LiDAR-Navigation und Hindernissensoren reinigt er schnell und systematisch und umfährt Schuhe und Spielzeug mit chirurgischer Präzision. Die FlexiArm-Funktion ermöglicht es, einen der Wischmopps seitlich auszufahren und so Kanten und Ecken besser zu erreichen – eine deutliche Verbesserung gegenüber Vorgängermodellen, die stets unschöne Staubspuren an den Fußleisten hinterließen.

Die angegebene Saugkraft scheint sich jedoch auf dickeren Teppichen nicht in Wunderergebnissen niederzuschlagen. Hier stellten wir fest, dass der Roboter Haare und Schmutz zurücklässt, es sei denn, er wird im Maximalmodus betrieben (der allerdings deutlich lauter ist). Das Heißwaschsystem für die Wischmopps hingegen ist sehr gut: Nach dem Ruhezyklus sind die Tücher effektiv sauber und desinfiziert, wodurch die Notwendigkeit, sie wöchentlich in der Maschine zu waschen, drastisch reduziert wird. Die Roborock-App bleibt mit ihrer übersichtlichen Benutzeroberfläche und den zahlreichen Optionen der Branchenstandard. Sie ermöglicht es, jeden einzelnen Reinigungsparameter mit wenigen Klicks individuell anzupassen.

Schlussfolgerungen

Der Roborock Qrevo S Pro ist ein solider Saugroboter der Mittelklasse, der Funktionen bietet, die bis vor Kurzem nur in der Spitzenklasse zu finden waren. Zwar ist seine Verarbeitung nicht die luxuriöseste auf dem Markt und seine Saugkraft auf Teppichen nicht überragend, doch die ausgewogene Kombination aus Reinigungsleistung, intelligenter Software und langer Akkulaufzeit macht ihn zu einer klaren Kaufempfehlung für alle, die viele Hartböden haben und einen nahezu autonom arbeitenden Roboter suchen. Das Fehlen einer automatischen Seifendosierung und die Höhe des Saugturms sind etwas enttäuschend, aber angesichts der gelegentlichen Sonderangebote kann man von einem mechanischen Helfer, der seine Wäsche in 75 °C heißem Wasser wäscht, kaum mehr erwarten.

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Dave

Chefredakteur von Joypad, Sie finden ihn auch in sozialen Netzwerken @MrPipistro

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